UK Financial Watchdog erinnert Crypto-Unternehmen daran, sich vor Ablauf der Frist zu registrieren

Die britische Behörde für Finanzgebaren (Financial Conduct Authority) drängt alle im Land tätigen Kryptounternehmen, ihre Anträge bis zum 30. Juni einzureichen, damit sie die Frist 2021 einhalten können.

Die britische Financial Conduct Authority (FCA) forderte am Montag alle nationalen Kryptowährungsunternehmen auf, ihre Registrierung bei der Aufsichtsbehörde einzureichen.

Gemäss der Erklärung der EZV müssen die Unternehmen ihre vollständigen Anträge bis zum 30. Juni einreichen. Die Aufsichtsbehörde sagt, dass die vorgesehene Frist notwendig ist, um sicherzustellen, dass alle Anträge bis zum Ende der Nachfrist am 10. Januar 2021 bearbeitet werden.

Wie Immediate Edge damals berichtete, folgt dies auf die am 10. Januar 2020 bekannt gegebene Ernennung der FCA als direkte Regulierungsbehörde für britische Kryptowährungsgeschäfte.

Die Aufsichtsbehörde legte Compliance-Anforderungen für bestimmte Arten von kryptobezogenen Aktivitäten fest, die eine vollständige Risikobewertung in Bezug auf die Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) und zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung (CTF) beinhalten.

Bitcoin Loophole mit einem GewinnUnternehmen, die im Vereinigten Königreich geschäftlich tätig sind, werden sowohl Überwachungs- als auch Kontrollsysteme einrichten müssen, um potenzielle AML- und CTF-Bedrohungen auszuschalten. Die Nichteinhaltung der Frist bis 2021 bedeutet, dass sie ihre Tätigkeit im Land einstellen müssen.

Die Frist bis zum 30. Juni „ermöglicht es der EZV, eingereichte Anträge zu prüfen und den Firmen eventuelle Folgefragen zu stellen“, heisst es in der Erklärung.

Darüber hinaus müssen traditionelle Fintech-Firmen, die mit kryptographischen Vermögenswerten handeln, die bereits unter dem Financial Services and Markets Act 2000, den Electronic Money Regulations 2011 oder den Payment Services Regulations 2017 zugelassen sind, ebenfalls ihren Antrag für die verstärkte regulatorische Überwachung einreichen.

Die Aufsichtsbehörde warnte, dass sie „die Einhaltung der neuen Vorschriften durch die Firmen proaktiv überwachen und rasch handeln wird, wenn die Firmen die gewünschten Standards nicht einhalten“.

Welle der regulatorischen Verschärfung

Wie Cointelegraph bereits früher berichtete, sind die jüngsten Massnahmen der EZV Teil eines Bestrebens, das regulatorische Umfeld in Grossbritannien mit den von der FATF definierten globalen Standards und der seit 2020 geltenden EU-Verordnung 5AMLD in Einklang zu bringen.

Die Bemühungen der Regulierungsbehörde haben ein klares Ziel, potenzielle Wege der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, die durch die Anonymität des Kryptos ermöglicht werden, einzudämmen, wie Experten vorhin gegenüber Cointelegraph erklärten.

Im Juli 2019 verpflichtete sich die EZV, Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) nicht zu regulieren, sondern sich stattdessen auf die sie umgebende Infrastruktur sowie auf andere Wertmarken zu konzentrieren, die Wertpapiere darstellen könnten.

Die EZV hatte auch schon früher einige Arten von Krypto-Derivaten ins Visier genommen, insbesondere Differenzkontrakte und börsengehandelte Noten.

Zwar scheint die Aufsichtsbehörde letztlich auf endgültige Krypto-Verbote verzichtet zu haben, doch scheint sie stattdessen ihre Strategie auf strenge behördliche Kontrollen verlagert zu haben.

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